Moscow City Symphony
Russian Philharmonic

Märchenhaft Schönes aus Moskau

Издание: 
Neues Volksblatt
Дата публикации: 
29 March, 2013

Sensationelle Klöfigerfetmisse mit der „Russian Philharmonic" Im Brucknerhaus

Der neue Brucknerhaus-Chef Hans-Joachim Frey hat ein Faible für russische Musik und das Linzer Publikum einen Nachholbedarf, denn es füllte am Mittwoch ynerwameterweise zur Gänze das Parteire im Brucknerhaus.

Es weht deutlich ein neuer Wind bei der Programmierung des Hauses. So war das Sonderkonzert mit der Moscow City Symphony / Russian Philharmonic unter Dmltrl Jurowski im jahresprogramm nicht angekgndigtund neu war auch Freys Einladung zur Begrüßung der russischen Gaste via Lautsprecher.

Erfreulicherweise hat der neue Führungsstil neue, auch mehr junge Zuhörer angelockt. Weiters weisen große Plakate auf „Russische Dienstage" hin, deren erster bereits am 2. April stattfinden wird: Präsentieren wird sich das Haus der Musik St. Petersburg mit jungen Ausnahmetalenten.

Vorläufig kam aus dieser berühmten Talenteschmiede ihr Leiter Sergej Roldugin (62) als Solist ln Tschaikowskys „Rokoko Variationen" für Cello und Orchester op. 33. Trotz bester Empfehlungen konnte der auch als Dirigent viel beschäftigte Cellist technisch nicht ganz überzeugen, abgesehen davon, dass gleich ein Cellokonzert vielleicht besser angekommen wäre.

Die Sensation des Abends was aber ohnehin das Spitzenorchester mit seinen registerreichen Klangmodifikationen, von den pastellgetönten bis dunklen Farben der Streicher, der durchdringenden Strahlkraft beim Siech und dem sinnlich-eleganten Einsatz bei den Holzbläsern. Das alles zu zeigen, dafür war das Programm maßgeschneidert: Nikolai Rimski- Korsakows märchenhafte Symphonische Suite „Scheherazade" aus „1000 und eine Nacht“ op. 35, aus der im Orchester die ganze russische Seele spricht. Man kann es einfach nicht märchenhafter spielen.

Nadeshda gewidmet, sie aber nie gesehen

Dann die Symphonie Nr. 4 f-Moll op. 36 von Tschaikowsky mit ihrem eingangs seufzenden Aufschrei des unglücklichen Anbeters der Mäzenin und Brieffreunden Nadeshda von Meck. Leidenschaft und Konzentration begleiteten hier sosehr die Aufführung, dass Jurowski sogar das Notenpult wegscheffen ließ und mit den Musikern das temperierte Gefühlsbad gründlich auskostete. Bisher mehr eine ruhig-stützende Säule mit angespanntem Körper, wurden seine Gesten immer fordernder, als das in Ekstase verfallene Publikum noch die Ouvertüre zu Michail Glinkas Oper ,,Ruslan und Ludmilla” als Zugabe genießen durfte.

Georgina Szeless

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